Schimmel entfernen

Schimmel in Innenräumen

In einer Waschküche entdeckt der Bewohner kleine schwarze Punkte, die abgelöste Tapete hinter einem Schrank gibt schwarze Flecken frei oder der Rollladenkasten färbt sich dunkel. Sofort gehen bei ihm die Alarmglocken an – hier sind Schimmelpilze! Längst ist bekannt, dass Schimmel mehr als ein kleiner Makel ist: Schimmelpilze können gesundheitsschädlich sein und können Allergien auslösen. Daher ist fachmännischer Rat wichtig. Als fachkundiger Maler leisten Sie Erste Hilfe, beraten und erforschen die Ursache des Schimmelproblems und natürlich steht neben der Sanierung auch eine neue Wandgestaltung an

Schimmel – ein wachsendes Problem

Pilze sind eine eigene Gattung, somit weder Pflanze noch Tier. Pilze sind Lebewesen, die typische Pilzfäden und Sporen bzw. Konidien ausbilden können. Es gibt ca. 1.000.000 verschiedene Arten. Pilze kommen überall vor ­und viele Gattungen sind mikroskopisch klein.
Wir alle atmen ständig Pilzsporen ein, ohne es zu merken. In einem Kubikmeter Außenluft befinden sich 1.000 bis 10.000 Pilzsporen. Mit jeder normalen Fensterlüftung gelangen Sporen in die Wohnräume, von denen ein Teil allein durch die Atmung in den Körper gelangt. Kommt dann, zu den natürlich aufgenommenen Sporen, noch eine Innenraumbelastung durch Schimmelpilzwachstum hinzu, können verschiedenste gesundheitliche Beschwerden auftreten. Die häufigsten sind Atemwegserkrankungen und Allergien. Es besteht also akuter Handlungs­bedarf, den Schimmel­pilzbefall schnellstmöglich abzuwehren und einem erneuten Befall vorzubeugen.



Feuchtigkeit, der Nährboden für Schimmel in Räumen

Die wichtigsten Einflüsse für Schimmelpilzwachstum

Schimmelpilze wachsen dort, wo viel Feuchtigkeit ist. Um die Bildung von neuem Schimmel zu vermeiden, müssen die entsprechenden Stellen getrocknet und die Ursachen für die entstandene Feuchtigkeit aufgespürt werden. Es sind jedoch nicht immer Bau- oder Wasserrohrschäden, die die Feuchtigkeit verursachen. Eine vierköpfige Familie setzt durch die ganz normale Nutzung des Wohnraumes ca. 10 Liter Wasser pro Tag frei. Hinzu kommen die individuellen Lüftungsgewohnheiten, die das Schimmelpilzwachstum fördern können. Allein durch falsches Lüften kann eine Wohnung, die jahrelang trocken und frei von Schimmelpilzen war, zur Schimmelpilz-Zuchtstation werden. Eine dauerhaft zu hohe Raumluftfeuchtigkeit ist hierbei ausschlaggebend für einen Kondenswasserfilm an den Wänden. Hohe Luftfeuchtigkeit entsteht auch durch viele große Grünpflanzen oder das Wäschetrocknen in der Wohnung. Aber auch große Aquarien können die Luftfeuchtigkeit schnell ansteigen lassen. All diese Gegebenheiten erfordern ein vermehrtes Lüften.


Die wichtigsten Ursachen für Feuchte im Haus

  1. Fehlende Schornsteinabdeckung - Durch fehlerhafte oder undichte Schornsteinabdeckungen können größere Wassermengen in den Wohnraum eindringen und zu Mauer und Gebäudeanfeuchtungen führen.
  2. Undichtes Dach (Riss) - Durch Undichtigkeiten an Ziegel oder Dachflächen kann Regen und Feuchtigkeit in das Haus eindringen und entsprechende Schimmelschäden verursachen.
  3. Schadhafte Dachrinne - Ablaufwasser / Regen wird nicht korrekt abgeleitet und kann an der Fassade ablaufen. Die Feuchtigkeit zieht in die Außenwände ein.
  4. Ausdünstungen - Durch Ausdünstungen wird bei nicht sachgerechter Lüftung die Luftfeuchtigkeit massiv erhöht.
  5. Zimmerpflanzen bzw. Aquarien - Die Luftfeuchtigkeit kann sich stark erhöhen auf Grund der Verdunstung des Wassers.
  6. Feuchte im Neubau - Neubaufeuchte kann sich bis zu 3 Jahre nach Erstbezug auswirken, daher wichtig regelmäßige Stoßlüftung.
  7. Wasserrohrbruch - Bei Wasserschäden werden Wandbereiche komplett durchnässt und es besteht Schimmelgefahr bereits nach 5 – 7 Tagen.
  8. Waschen bzw. Trocknen - Durch Waschen und Wäschetrockenen wird die Raumluftfeuchte erheblich erhöht. Richtig lüften ist ein muss!
  9. Erdfeuchtigkeit - Durch die in die Kellerwände eindringende Erdfeuchtigkeit kann sich die Raumluft der Räume im Keller bis zu 70% anfeuchten.
  10. Kochen - Beim Kochen entsteht sehr hohe Raumfeuchte durch verdunsten von Kochwasser, daher danach Stoßlüftung angebracht.
  11. Feuchter Luftstrom - Ungewollte Anfeuchtung der Raumluftfeuchte. Bitte lüften, Gefahr von Kondensfeuchte an den Wandflächen.
  12. Wärmebrücke - Eine Wärmebrücke ist immer die kälteste Stelle eines Gebäudes z.B. ungedämmte Außenwände oder ungedämmter Rolladenkästen.
  13. Risse im Mauerwerk - Es kann Regenwasser in das Mauerwerk eindringen und die Außenwände anfeuchten.


Tipps zum richtigen Lüften

  Lüftung nach Bedarf
Idealerweise Hilfe durch Hygrometer zum ablesen der Raumfeuchtigkeit.
  Keine Dauerkipplüftung!
Am Besten lüftet man wenn man das Fenster bzw. alle Türen komplett öffnet und für 5-10 Minuten lüftet. Fenster nicht dauerhaft gekippt lassen!
  Mindestlüftzeiten
Je nach Lüftungsart sollte man unterschiedliche lange Lüften, jedoch mindestens 5 Minuten.
  Lüftungsanlagen
Maschinelle Lüftung mittels Lüftungsanlage gewährleistet als einzige Lüftungsart die erforderliche Luftwechselrate ohne Wärmeverlust.
  Wärmeschutz
Ausreichender Wärmeschutz verringert das Risiko der Kondenswasserbildung (Wärmeschutznachweis).
  Dunstabzugshauben
In der Küche sind Dunstabzugshauben unverzichtbar. Durch sie gelangt Abluft nach außen.
  Entlüftung
In Nassräumen ist sehr wichtig für eine ausreichende Entlüftung zu Sorgen, damit sich kein Wasser in den Räumen sammelt.
  Wäschetrockner
Im Innenbereich keine Wäsche auf der Leine trocknen, sondern lieber einen Wäschetrockner benutzen.

Tipps zum Heiz- und Lüftverhalten


Richtig heizen

Auch wenig bis nicht genutzte Räume sollten auf 16 –18 °C aufgeheizt werden. Selbst in Schlafräumen sollten keine Temperaturen unter 16 °C herrschen. Großflächige Möbel, die direkt an kalten Außenwänden stehen, begünstigen den Schimmelbefall.


Richtig lüften

Mehrmals täglich (ideal 3-4 mal am Tag) eine kurze Stoßlüftung. Hierzu werden Fenster und Türen je nach Außentemperatur weit geöffnet – am besten unter Durchzug.


Schimmelpilzsanierung in Innenräumen

Neben der Beseitigung des Schimmelbefalls steht die Ursachenbestimmung im Vordergrund. Ab einem Befall von mehr als 0,5 m² sollten die Sanierungsarbeiten von Fachfirmen ausgeführt werden. Generell können Sie ein Schimmelpilz-Fachseminar bei Jaeger besuchen. Dieses wird von TÜV-zertifizierten Referenten gehalten. Sie erhalten bei uns ein Sachkundenachweis. Dieser basiert inhaltlich auf den „Leitfaden Sanierung von Schimmelschäden in Innenräumen“ vom Umweltbundesamt, den Regeln der BG und den Richtlinien des Landesgesundheitsamts. Der Sachkundenachweis zeichnet Sie als Fachbetrieb aus. Bei größeren Flächen als 0,5 m² oder tiefer gehendem Befall ist eine Sanierung unter Berücksichtigung dieser einschlägigen Empfehlungen und Verordnungen durchzuführen. Informationen hierzu erhalten Sie im Detail vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg (www.landesgesundheitsamt.de) und beim Umweltbundesamt (www.umweltbundesamt.de).


Die Schritte der Schimmelpilzsanierung

Jede Schimmelpilzsanierung beginnt mit der Ursachen­behebung. Ist diese lokalisiert und behoben, beginnt die Sanierung der befallenen Fläche. Bei der schrittweise durchgeführten Sanierung sollte systemgetreu gearbeitet werden, nur so gewährleisten Sie eine langfristige und effiziente Lösung des Schimmelpilzproblems. Nach der Desinfektion sind befallene Flächen zu entfernen. Mit dem Jaeger-System „Flecken isolieren und Schimmel vorbeugen“ können Untergründe langfristig präventiv gegen Neubefall behandelt werden.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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Feuchte Oberflächen werden schnell zum Problem. Damit Schimmel und Stockflecken kein Thema werden, sind hochwertige Schimmelentferner zur Oberflächenbehandlung notwendig. Mit der Kronen® Anti-Schimmel-Renovierfarbe sind Flecken, aufgrund des hohen Deckvermögens, leicht zu beseitigen. Die geruchsarme Farbe beugt außerdem langfristig den erneuten Schimmelbefall vor. Ein besonderer Vorteil dieser Anti-Schimmel-Renovierfarbe ist seine Nassabriebbeständigkeit der Klasse 1. Die Alternative auf Wasserbasis ist die Kronen® Aqua Renofix Anti-Schimmel.

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