Dachsanierung -
Dachflächen dauerhaft schützen und instand setzen
Dachflächen sind dauerhaft UV-Strahlung, Niederschlag, Frost und starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Mit zunehmendem Alter können Oberflächen auskreiden, Beschichtungen an Schutzwirkung verlieren und an Anschlüssen, Fugen oder Durchdringungen erste Schäden entstehen.
Ist der vorhandene Dachaufbau noch tragfähig, kann eine fachgerecht ausgeführte Dachsanierung die Substanz schützen und die Nutzungsdauer der Dachfläche verlängern. Dabei reicht es nicht aus, das Dach lediglich zu reinigen und neu zu streichen. Entscheidend sind die sorgfältige Untergrundprüfung, die Reparatur vorhandener Schadstellen und ein auf Untergrund und Beanspruchung abgestimmter Beschichtungsaufbau.
Als Hersteller von Dachbeschichtungen garantieren wir Ihnen höchste Qualitätsstandards. Die Zuverlässigkeit unserer Dachfarben ist für uns als Lieferant selbstverständlich.
Inhalt
- Schritt 1: Dachfläche prüfen und Sanierungsbedarf beurteilen
- Schritt 2: Untergrund vorbereiten und Schadstellen reparieren
- Schritt 3: Grundierung und Dachbeschichtung auswählen
- Schritt 4: Dach fachgerecht streichen
- Häufige Fragen zur Dachsanierung
1. Dachfläche prüfen und Sanierungsbedarf beurteilen
Vor Beginn der Dachsanierung muss geklärt werden, ob die vorhandene Fläche für eine Beschichtung geeignet ist. Ausschlaggebend sind nicht nur die sichtbare Oberfläche, sondern auch der Zustand von Anschlüssen, Überlappungen, Durchdringungen und Entwässerungsbereichen.
Eine Beschichtung kommt vor allem bei verwitterten, ausgekreideten oder optisch ungleichmäßigen Dachflächen infrage. Auch kleinere statische Risse, schadhafte Fugen und lokal begrenzte Undichtigkeiten können im Rahmen einer Sanierung instand gesetzt werden.
Nicht ausreichend sind Beschichtungssysteme dagegen bei gebrochenen Bauteilen, größeren Verformungen, dauerhaft durchfeuchteten Konstruktionen oder konstruktiven Undichtigkeiten. Solche Schäden müssen vorab fachgerecht behoben werden.
Worauf ist bei der Prüfung zu achten?

Tragfähigkeit
Lose, abblätternde oder nicht haftende Altbeschichtungen müssen entfernt werden. Kreidende Oberflächen sind so weit zu reinigen, dass ein tragfähiger Untergrund entsteht.

Feuchtigkeit und Dichtheit
Die Dachfläche muss ausreichend trocken sein. Undichte Stellen an Schornsteinen, Dachfenstern, Rohrdurchführungen, Abläufen oder Überlappungen müssen vor der vollflächigen Beschichtung lokalisiert und repariert werden.

Verschmutzung und Bewuchs
Staub, Fett, Öl, Moos, Algen und sonstige haftungsmindernde Rückstände sind vollständig zu entfernen. Nach einer Nassreinigung muss der Untergrund ausreichend trocknen.

Material und Altbeschichtung
Faserzement, Beton, Bitumen, Metalle, Kunststoffe und vorhandene Altbeschichtungen stellen unterschiedliche Anforderungen an Reinigung, Grundierung und Beschichtung. Bei unbekannten Untergründen empfiehlt sich eine Probefläche.
Hinweis zu älteren Dachplatten
Vor der Reinigung, mechanischen Bearbeitung oder Beschichtung älterer Dachplatten muss geklärt werden, aus welchem Material sie bestehen. Bei schadstoffhaltigen Baustoffen sind die geltenden gesetzlichen und arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben einzuhalten.
2. Untergrund vorbereiten und Schadstellen reparieren
Der Untergrund muss sauber, trocken, tragfähig und frei von haftungsmindernden Substanzen sein. Lose Bestandteile und nicht tragfähige Altbeschichtungen werden entfernt. Glatte Flächen sind abhängig vom Werkstoff zu reinigen oder anzuschleifen. Korrodierte Metallbereiche benötigen eine geeignete Vorbehandlung und gegebenenfalls eine Korrosionsschutzgrundierung.
Risse, offene Fugen und kleinere Fehlstellen werden vor dem Dachanstrich separat instand gesetzt. Besonders sorgfältig zu prüfen sind:
- Schornstein- und Wandanschlüsse
- Dachfenster und Oberlichter
- Rohrdurchführungen
- Abläufe und Rinnenanschlüsse
- Überlappungen und Befestigungspunkte

Für lokale Reparaturen auf zahlreichen dachtypischen Untergründen eignet sich Jungkeit Wasserdicht 620. Die faserverstärkte, dauerelastische Dichtungsmasse kann zur Abdichtung geeigneter Risse, Fugen und Löcher eingesetzt werden.
Die Reparatur ersetzt jedoch keine konstruktive Instandsetzung. Bewegungsfugen, größere Bauteilbewegungen oder Schäden am Dachaufbau müssen gesondert beurteilt werden.

3. Grundierung und Dachbeschichtung auswählen
Der richtige Aufbau richtet sich nach Untergrund, Saugfähigkeit, Altbeschichtung und gewünschter Funktion der sanierten Dachfläche.
Stark saugende Dachflächen grundieren

Stark oder ungleichmäßig saugende Faserzementflächen werden mit Aqua Dachgrundierung 619 vorbereitet. Die Grundierung reguliert die Saugfähigkeit, verfestigt den Untergrund und schafft eine gleichmäßige Basis für die nachfolgende Dachbeschichtung.
Sie wird satt aufgetragen. Materialansammlungen und Pfützenbildung sind zu vermeiden.
4. Dach fachgerecht streichen
Dachbeschichtungen werden je nach Produkt, Untergrund und Flächengröße mit Pinsel, Rolle oder geeigneter Spritztechnik verarbeitet.
Anschlüsse, Kanten, Überlappungen und Durchdringungen werden zunächst sorgfältig vorgelegt. Anschließend wird die Dachfläche gleichmäßig beschichtet. Bei profilierten Untergründen ist darauf zu achten, dass Vertiefungen und Befestigungsbereiche vollständig benetzt werden.
Die erforderliche Zahl der Arbeitsgänge richtet sich nach dem eingesetzten Produktsystem. Maßgeblich sind die Angaben im jeweiligen technischen Merkblatt zu Verbrauch, Schichtdicke und Überarbeitungszeit.
Verwitterte Dachflächen renovieren

Für die Renovierung geeigneter verwitterter Dachflächen sowie von Dachrinnen und Fallrohren kann Aqua Dach- und Dachrinnenfarbe 626 eingesetzt werden.
Der genaue Anstrichaufbau richtet sich nach Untergrund und Altbeschichtung. Auf Metall, Kunststoff oder nicht saugenden Altbeschichtungen kann eine zusätzliche Haft- oder Korrosionsschutzgrundierung notwendig sein.
Aqua Dach- und Dachrinnenfarbe 626 +
Geeignete Verarbeitungsbedingungen
Eine Dachbeschichtung sollte nur bei stabiler Witterung ausgeführt werden. Kritisch sind insbesondere:
- Regen oder bevorstehender Niederschlag
- nasse oder taufeuchte Untergründe
- starker Wind
- intensive direkte Sonneneinstrahlung
- stark aufgeheizte Dachflächen
- Temperaturen außerhalb des zulässigen Bereichs
Nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Oberflächentemperatur der Dachfläche ist zu berücksichtigen. Während der Trocknung darf keine Tauwasserbildung auftreten.
Praxistipp: Arbeitsabschnitte sinnvoll planen
Größere Dachflächen sollten abschnittsweise bearbeitet werden. Sonnenverlauf, Windrichtung, Dachneigung und Arbeitswege sind bereits vor Beginn einzuplanen.
So lassen sich Ansätze, zu schnelles Antrocknen und das unnötige Begehen frisch beschichteter Bereiche vermeiden.
Aufheizung der Dachfläche reduzieren

Steht neben dem Witterungsschutz auch die Verringerung der sommerlichen Aufheizung im Vordergrund, kann Aqua Thermo Dachfarbe 627 eingesetzt werden.
Die reflektierende Dachbeschichtung reduziert die Aufnahme von Sonnenenergie an der Dachoberfläche. Sie eignet sich unter anderem für geeignete Flächen aus Beton, Faserzement, Bitumenbahnen oder Dachpappe.
Häufige Fragen zur Dachsanierung
Nein. Der Untergrund muss tragfähig, ausreichend intakt und für das vorgesehene Beschichtungssystem geeignet sein. Konstruktive Schäden oder umfangreiche Undichtigkeiten können nicht allein durch eine Beschichtung behoben werden.
Das hängt vom Untergrund ab. Stark oder unterschiedlich saugende Flächen können eine Grundierung benötigen. Bei dichten, glatten oder bereits beschichteten Oberflächen gelten andere Anforderungen.
Geeignete statische Risse, offene Fugen und kleinere Fehlstellen werden gereinigt und vor der vollflächigen Beschichtung mit einem geeigneten Dichtungsmaterial repariert. Für zahlreiche dachtypische Untergründe kann Jungkeit Wasserdicht eingesetzt werden.
Tragfähige Faserzementflächen können beschichtet werden. Stark saugende Oberflächen werden vorher grundiert. Bei älteren Dachplatten muss vor der Bearbeitung geprüft werden, ob besondere Vorschriften für den vorhandenen Baustoff gelten.
Nein. Die Thermo Dachfarbe reduziert die Aufheizung der äußeren Dachoberfläche. Eine Wärmedämmung verringert dagegen den Wärmedurchgang durch das Bauteil. Beide Maßnahmen erfüllen unterschiedliche Funktionen.





